Bau des Vereinsheim kommt in die nächste Phase - Auf Mitglieder wartet noch einiges an Arbeit
Ein arbeitsreiches Jahr liegt hinter der DLRG-Ortsgruppe Wildeshausen und das neue Jahr wird nicht weniger anstrengend. Nach dem ersten Spatenstich für das Rettungs- und Schulungszentrum im April konnte Vorsitzender Carsten Petermann auf der Jahreshauptversammlung in der Fahrzeughalle an der Dr.-Eckener-Straße vermelden: „Der Rohbau ist fertig!“.
Aber nicht nur witterungsbedingt ruhen derzeit diverse Arbeiten, auch das langwierige Prozedere bei Zuschuss- und Fördergeldanträgen, bei denen es oft Monate dauert, bis es zur Bewilligung und zur Auszahlung komme, behinderten ein flottes Vorankommen, so Petermann.
Petermanns Kritik an überbordendem Papierkram in fast allen Bereichen machte auch vor dem eigenen Verband nicht halt: „Das vorgegebene Kassenprogramm ist mittlerweile ein Bürokratie-Monster, das man ohne Hochschulstudium kaum bewältigen kann“, ärgerte sich der DLRG-Vorsitzende. Das alles in Summe mache es Vereinen und ihren ehrenamtlichen Vorständen ungeheuer schwer, als Bauherren eigene Projekte umzusetzen.
Die Suche nach weiteren Fördertöpfen und Sponsoren gehe weiter, um auch die letzten Finanzierungslücken schließen zu können, versicherte Petermann den 50 anwesenden Mitgliedern und Gästen. Zu letzteren gehörte auch Sven Diekmann vom DLRG-Bezirksvorstand, der nicht nur der Ortsgruppe den Respekt für die geleistete Arbeit aussprach, sondern auch die gute Jugendarbeit hervorhob: „Egal, ob auf Bezirks- oder Landesebene: die DLRG-Jugend Wildeshausen ist gefühlt überall dabei.“
Das belegte auch der Bericht des Ortsjugendvorsitzenden Theo Petermann: Bei 53 Aktionen waren die Wildeshauser entweder als Veranstalter oder als Teilnehmer dabei. So verwundern auch nicht die 6577 Dienststunden, die dabei in 2025 zusammenkamen.
Bei den Schwimmtrainern kamen insgesamt 1212 Stunden zusammen, berichtete Susanne Schneider, Leiterin Ausbildung. Erste-Hilfe-Ausbildungen wurden 79 angeboten. Zu Wasserrettungseinsätzen wurde die DLRG Wildeshausen im vergangenen Jahr zweimal gerufen, so Björn Barkemeyer, Leiter Einsatz, der zusammen mit Marco Hake (2. Vorsitzender) auch im Bezirksvorstand mitarbeitet.
Nachdem der stellvertretende Schatzmeister Jörg Eichler den Mitgliedern den Haushaltsplan 2026 erläutert und diese dem Zahlenwerk zugestimmt hatten, bat er um tatkräftige Unterstützung: „In diesem Jahr werden wir einige Arbeitsdienste anberaumen, bei denen viele helfende Hände und Menschen mit besonderen handwerklichen Fähigkeiten gefragt sind.“ Die angekündigten Eigenleistungen von knapp 40.000 Euro für den Bau des Vereinsheims seien noch nicht erfüllt.
Ehrungen:
Für langjährige Mitgliedschaft wurden auf der Versammlung geehrt: Björn Barkemeyer (40 Jahre), Annika Klawonn (25 Jahre), Titus Petermann und Marén Bettmann (je 10 Jahre). 50 Jahre ist Herbert Beyer bereits Mitglied, der jedoch seine Ehrennadel in Gold nicht persönlich abholte.
Die Hochwasser-Ehrennadel 2023 nachgereicht wurde Luisa Spille und Sebastian Stahl.



